Herbstausstellung

Sehen Sie folgende Werke auf einer der Herbst-Messen oder in der Galerie bei der Oper

Joseph Floch, Wartendes Modell mit Hund, 1930

Der wohl größte Teil der Arbeit eines Kunsthändlers besteht in der Suche nach und Akquise von Kunstwerken, die in das Programm der Galerie passen, die die nötige Qualität aufweisen und die nicht zuletzt auch gewinnbringend verkauft werden können. Dabei gibt es keine einheitliche Antwort auf die oft gestellte Frage „Wie haben Sie denn das aufgetrieben?“, sondern eine Vielzahl von unterschiedlichen Antworten. Manchmal ist die Präsentation eines Bildes oder eines ganzen Nachlasses eines/r Künstlers/in das Resultat einer langjährigen Recherche, vieler Stunden des Wühlens in Archiven und zäher Verhandlungen. Manchmal betritt aber einfach eine Person mit einem Bild unter dem Arm die Galerie und bietet es zum Verkauf an. Manchmal braucht es viele Jahre des Kennenlernens, um das Vertrauen aufzubauen, das einen Kunstsammler dazu bewegt, einem Händler ein für ihn wertvolles Werk in Kommission zu geben. Manchmal stolpert man aus purem Zufall über ein wunderschönes Objekt, von dessen Existenz man zuvor keine Ahnung hatte.

Artur Oskar Alexander, Akt, um 1905

Hugo Barwig, Marabu, 1910

So ist auch unser Herbstkatalog 2017 das Ergebnis all der Bemühungen und Zufälle des letzten Jahres und zuvor. Es finden sich darin berühmte Namen von bekannten Größen der österreichischen und internationalen Klassischen Moderne, wie Joseph Floch, Georg Merkel, Otto Rudolf Schatz, Werner Berg, Max Beckmann und Alfred Kubin, aber auch viele in Vergessenheit geratene, wie Artur Oskar Alexander, Theo Fried, Lene Schneider-Kainer, Gertraud Reinberger, Alwine Hotter, Erich von Hönig-Hönigsberg oder Josef Gassler. Viele der Künstler gehörten dem Hagenbund an, einer Künstlervereinigung, der in den letzten Jahren in Ausstellungen und Publikationen wieder viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, einige der Grazer Sezession, deren Bedeutung für die österreichische Moderne trotz der großen Bemühungen der Neuen Galerie in Graz noch immer zu wenig bekannt ist. Wir sind stolz darauf, dass wir wieder viele Werke von Künstlerinnen präsentieren können, die meist in der kunstgeschichtlichen Aufarbeitung der Moderne viel zu wenig Beachtung finden.


Hier können Sie den gesamten Katalog downloaden: Herbst 2017