Josef Gassler (1893 - 1978)


1912 – 1916 besucht er die Kunstakademie Breslau, anschließend die Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo ihm bald großes Talent bescheinigt wird. Er erhält 1917 den Königswarter-Preis, 1919 den Spezialschulpreis, 1920 den D´Allemand-Preis sowie 1921 ein Staatsreisestipendium.


1917 bis 1921 besucht er die Meisterschule von Prof. A. Delug. 1920 stellt er in der Wiener Secession aus, ab 1923 im Hagenbund.


1923 heiratet er und zieht bald mit seiner Frau nach Karlsbad.


1925 bis 1927 lebt er in Paris.


1926 nimmt er mit vier Bildern an der Jahresausstellung der Bildenden Künstler Österreichs teil, darunter der “Harmonikaspieler” (Katalog Nummer 4) und “Der Brief” (Katalog Nummer 15).


1927 stellt er in der Galerie Slivinski in Paris und im Rudolfinum in Prag aus.


1928 bis 1939 ist er Mitglied der Wr. Secession.


Ab 1927 lebt er wieder in Karlsbad als begehrter Porträtmaler.


Ab 1930 verbringt er die Wintermonate in Prag. Er malt Fresken, Bühnenbilder und entwirft Plakate. Das Plakat für Franzensbad (Katalog Nummer 1) erhält 1933 den 1. Preis und die Moderne Galerie in Prag erwirbt das Bild “Mutter und Kind” für ihre Sammlung.
Die Kriegsjahre verbringt Josef Gassler in Karlsbad.


1943 stellt er dort im Metznerbund aus. Im gleichen Jahr erhebt die deutsche Besatzung die Adressen sämtlicher Künstler der Tschechoslowakei, doch fehlt der Künstler in diesem Verzeichnis.


Nach Kriegsende bittet Josef Gassler in einem Brief vom 30. Juli 1945 die Kollegenschaft im Wiener Künstlerhaus um Hilfe bei seiner Rücksiedlung. Das Leben im Sudetenland würde für ihn immer bedrohlicher, obwohl er nie Mitglied einer Partei war. Er verweist auf seine Lehramtsausbildung, auf seine ausgeführten Porzellan- und Glasentwürfe, Öl- und Freskomalerei und würde gerne auch an einer Kunstgewerbeschule unterrichten. Es dauert noch zwei Jahre, bis Josef Gassler repatriiert wird. Die Gesellschaft bildender Künstler Wiens verleiht dem Künstler in Anerkennung seines Gesamtschaffens den “Goldenen Lorbeer”.

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